Tool: Kultur-Mapping

Warum?

Beispiel

Mit dem Software-Entwicklungsteam eines Technologie-Unternehmens haben wir im Rahmen eines Kultur-Transformationsprojekts ein Story Sourcing mit Peers aus dem Konzernumfeld sowie internen und externen Kunden durchgeführt. Zudem wurden mehr als 200 Mitarbeiter im Rahmen eines virtuellen Treffens in ein Story Sourcing eingebunden. Die entstandenen Geschichten wurden auf einem virtuellen Whiteboard strukturiert, um im Rahmen eines Management-Workshops sowohl Entwicklungs-Prinzipien für eine erfolgreiche Zusammenarbeit als auch ein anschlussfähiges Narrativ zur Beschreibung des Zukunftspotenzials der Organisation zu entwickeln.

Worauf es ankommt

  • Im Prozess des Kultur- Mappings ist es wichtig die Muster zu erkennen, die sich aus der Vielzahl von gesammelten Geschichten ergeben. Welcher rote Faden ergibt sich? Dies erreicht man durch eine kurze Zusammenfassung der Geschichten in Statements oder Metaphern, um diese einem der vier Quadranten auf dem Whiteboard zuzuordnen.
  • Für das Mapping ist es wichtig eine wertschätzende Haltung einzunehmen und auf jegliche Wertung zu verzichten. Aus diesem Grund empfiehlt es sich eine neutrale Moderation hinzuzuziehen, die in der sozial-emotionalen Entwicklungsarbeit ausgebildet ist.
  • Im Prozess des Mappings ist es wichtig die gesammelten Geschichten aus mehreren Perspektiven zu betrachten, wie zum Beispiel:
    • Welche Erfahrungen aus der Vergangenheit sind nützlich und hilfreich für die weitere Entwicklung?
    • Welche Zukunftspotenziale werden erkennbar und sind anschlussfähig?
    • Welche Metaphern eignen sich als Prinzipien, die eine weitere Entwicklung ermöglichen
    • Welche bodenständigen Erfahrungen setzen die Gründungsgeschichte der Organisation fort und sollten weiter verstärkt werden?

 

Schritt für Schritt

  1. Hören Sie in die aufgezeichneten Geschichten aus dem Story Sourcing Prozess hinein und erstellen Sie Transkripte wichtiger Passagen.
  2. Überführen Sie die Originaltöne in schlüssige Textpassagen, die Metaphern oder andere sprachliche Stilmittel enthalten.
  3. Sammeln Sie diese Textpassagen im Team an einem Board und versuchen Sie eine erste Zuordnung nach Entwicklungsstufen vorzunehmen.
  4. Gruppieren Sie die Geschichten auf dem Board, in dem Sie Quadrant für Quadrant isoliert betrachten.
  5. Fassen Sie die Geschichten auf der linken Hälfte der Quadranten in ein Zukunftsnarrativ zusammen. Die Kernfrage lautet: Welche Geschichten sind wichtig, um in die nächste Entwicklungsstufe zu gelangen – und wie sieht die Zukunft dort aus?
  6. Auf der rechten Seite des Boards finden Sie Geschichten, die auf (Erfolgs-)Prinzipien hinweisen, die für die weitere Entwicklung wichtig sind. Gehen Sie ähnlich wie in der linken Hälfte vor und konzentrieren Sie sich auf Geschichten, die den Weg in die Zukunft aufzeigen.
  7. Fassen Sie beides – das Zukunftsnarrativ und die Entwicklungsprinzipen – zusammen und gehen Sie über interaktive Kommunikationsformate in Resonanz mit Ihren Stakeholdern!

 

Wichtige Hilfen

Rahmenbedingungen

Dauer 3-5 Stunden (plus die Zeit für das Aufbereiten der Geschichten)
Formatvirtueller (z.B. Videokonferenz begleitet durch virtuelles Whiteboard) oder persönlicher Workshop
TeilnehmerManagement-Team (mit anschließender Einbidnung der Gesamtorganisation und/oder Kunden)