TFF #41: Von 0 auf 200 Millionen: Was KMU vom schnellstwachsenden Startup Europas lernen können

Allen Leserinnen und Lesern ein gute neues Jahr!

Ich starte 2026 mit einer Zahl, die mich nicht mehr loslässt:

200 Millionen Dollar Jahresumsatz. In weniger als 12 Monaten.

Das schwedische Startup Lovable hat im Dezember seine Series B verkündet – eine zweite grosse Finanzierungsrunde, bei der Investoren 330 Millionen Dollar eingelegt haben. Bewertung: 6,6 Milliarden Dollar.

Im Juli lag ihr ARR (Annual Recurring Revenue – also der jährlich wiederkehrende Umsatz aus Abos) bei 100 Millionen. Vier Monate später: das Doppelte.

100.000 neue Projekte werden täglich auf ihrer Plattform gebaut.

Erster Gedanke: „Das ist eine andere Welt.”

Zweiter Gedanke: „Was genau machen die anders?”

Und ein dritter: „Was davon können wir für KMU in der DACH-Region nutzen?”


🎙️ Du hörst des Newsletter lieber? Hier eine kurze, KI-generierte Audio-Zusammenfassung dieser Ausgabe:

KI-Schmerzpunkte lösen: Mikroanwendungen für KMU


DAS PROBLEM

Die meisten KMU, die wir bei MMIND.ai begleiten, haben ein ähnliches Muster:

Sie wissen, dass KI wichtig ist. Sie haben vielleicht ChatGPT ausprobiert. Einige haben sogar einen Piloten gestartet.

Aber dann passiert: nichts.

Der Pilot bleibt Pilot. Die Begeisterung verpufft. Der Alltag übernimmt.

Währenddessen bauen Startups wie Lovable Produkte, die in Wochen das erreichen, wofür andere Jahre brauchen.


DER TREND FÜR 2026: VIBECODING

Lovable steht für einen Trend, den ich für 2026 als entscheidend sehe: personalisierte Mikroanwendungen.

Was meine ich damit?

Kleine, massgeschneiderte digitale Werkzeuge. Genau für einen Zweck gebaut. Genau für dein Team. Genau für deinen Prozess.

Bis vor wenigen Wochen kosteten solche Lösungen zehntausende Franken und brauchten Entwickler. Jetzt rücken sie in greifbare Nähe.

Mit Tools wie Lovable, n8n oder dem Google AI Studio kann praktisch jeder solche Anwendungen bauen – ohne Programmierkenntnisse. Die Szene nennt das „Vibecoding”: Du beschreibst, was du willst. Die KI baut es.

Das verändert die Spielregeln für KMU.


WAS LOVABLE RICHTIG MACHT

Prinzip 1: Painkiller vor Features

Lovable startete als Open-Source-Projekt auf GitHub. Keine fancy Plattform. Nur ein Tool, das ein echtes Problem löste.

Für dich: Starte nicht mit der grossen Vision. Starte mit dem grössten Schmerz. Ein Prozess, der nervt. Eine Aufgabe, die Zeit frisst.


Prinzip 2: Zeigen statt Erklären

Gründer Anton Osika postet täglich auf LinkedIn. Nicht über „die Zukunft von KI”. Sondern: Screenshots. Nutzer-Erfolge. Konkrete Zahlen.

Für dich: Dokumentiere deine KI-Experimente. Teile, was funktioniert – intern und extern.


Prinzip 3: Community vor Kunden

Lovable hat über 100.000 Discord-Mitglieder. Diese Community testet, gibt Feedback, teilt Erfolge.

Für dich: Baue eine interne KI-Community. Zum Beispiel ein Teams-Kanal, in dem Mitarbeitende ihre Prompts teilen. Das kostet nichts – und beschleunigt alles.


DIE TOP 10 KI-GESCHÄFTSMODELLE FÜR KMU IN 2026

Basierend auf aktuellen ChatGPT-Nutzungsdaten – und was ich in der Praxis sehe:

#

Geschäftsmodell

KMU-Anwendung

1

KI-Onboarding-Copilot

Neue Mitarbeitende in 50% der Zeit einarbeiten

2

Interne Wissens-Suchmaschine

„Wie machen wir das hier?” – mit Quellen

3

Angebots-Generator

Von Anfrage zu Angebot in Minuten

4

Prozess-Dokumentation

SOPs automatisch aus Screencasts erstellen

5

Kundenservice-Copilot

Ticket-Antworten vorbereiten

6

Meeting-Zusammenfassungen

Transkript → Aufgaben → Follow-ups

7

Vertrags-Analyse

Risiken in Verträgen schnell identifizieren

8

Personalisierte Schulungen

Lernpfade basierend auf Wissenslücken

9

Content-Engine

Von Voice-Note zu 10 Posts pro Woche

10

Mehrsprachige Kommunikation

Lieferanten-Korrespondenz ohne Übersetzer

Meine Empfehlung: Wähle EINE Anwendung. Die mit dem grössten Schmerz. Setze sie in den nächsten 4 Wochen um.


DER PRAXIS-CHECK

Ein Maschinenbauer aus Süddeutschland hat im November mit dem KI-Onboarding-Copilot gestartet.

Vorher: Neue Servicetechniker brauchten 6 Wochen Einarbeitung. Ständige Fragen an erfahrene Kollegen.

Nachher: Ein Custom GPT, trainiert auf interne Handbücher und FAQ. Neue Mitarbeitende fragen zuerst den Copilot.

Ergebnis nach 8 Wochen: Einarbeitungszeit um 40% reduziert.

Der Technische Leiter sagte mir: „Das Verrückte ist – wir hatten das Wissen. Es lag nur in 47 verschiedenen PDFs.”


Q&A

„Ist Lovable relevant für uns? Wir bauen keine Software.”

Ja, denn Lovable zu nutzen, trainiert die neue Denkweise: Schnelle Iteration. Nutzer-Feedback als Treiber. Das funktioniert in jeder Branche.

„Welches der 10 Geschäftsmodelle hat den schnellsten ROI?”

Für die meisten KMU: der Onboarding-Copilot oder Meeting-Zusammenfassungen. Beide sparen sofort messbare Zeit.

„Brauche ich dafür Entwickler?”

Nein. Tools wie Custom GPTs, n8n oder Lovable ermöglichen vieles ohne Code.


VIBECODING FÜR DEIN KMU

Bei MMIND.ai machen wir Vibecoding für KMU zugänglich.

Das bedeutet: Du beschreibst dein Problem. Wir bauen gemeinsam die Lösung – als massgeschneiderte Mikroanwendung für genau deinen Prozess.

Was uns unterscheidet:

  • Datensicherheit steht an erster Stelle

  • Datenhaltung in der EU oder Schweiz möglich

  • Keine Black Box – du verstehst, was passiert

Zwei Wege:

  1. Als Projekt: Wir bauen deine erste KI-Anwendung in einem 2-Tages-Sprint

  2. Als Kurs: Du lernst Vibecoding selbst – und baust eigenständig weiter


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