Change Fitness: Warum KI dein Team nicht schneller macht

„Drei Unterschriften, bevor überhaupt etwas passiert.”

„Meeting nach Meeting — aber keine Entscheidung.”

„Quick Wins sterben, weil sie denselben Governance-Pfad gehen wie Grossprojekte.”

Wenn du in einem europäischen Unternehmen Führungsverantwortung trägst, erkennst du mindestens einen dieser Sätze. Vielleicht hast du ihn selbst schon gesagt.

Im Culture Compass 2026 haben wir 540+ Führungskräfte aus DACH und den Niederlanden befragt, die bestätigen: Nicht die Technologie ist das Problem. Sondern was passiert, nachdem die Technologie da ist.

Selbst wenn KI in den Arbeitsabläufen präsent ist, berichtet jede vierte Führungskraft weiterhin von langsamen Entscheidungsprozessen.

KI macht dich nicht automatisch schneller. Sie macht sichtbar, was vorher schon langsam war — die Freigabe-Staus, die Abstimmungsschleifen, die unklaren Verantwortlichkeiten.


🎙️ Du hörst des Newsletter lieber? Hier eine kurze, KI-generierte Audio-Zusammenfassung dieser Ausgabe:

Technologie allein heilt keine kaputten Strukturen


Einladung

☕ KI Café: Workflows, die Routinearbeit erledigen 
11. März 2026 | 16:30–18:30 Uhr | Schaan

Im KI Café zeigen wir dir drei Workflows, die jedem KMU helfen, Fahrt aufzunehmen:
→ Workshop-Protokoll → Jira-Backlog in 12 Minuten (Atlassian Rovo)
→ 300 Quellen → Onboarding-Programm in 30 Minuten erstellt (NotebookLM)
→ 500 Survey-Antworten → Analyse in 2 Stunden (Custom GPTs)

→ Sichere dir deinen Gratis-Platz:


Das Problem

Harvard Business School nennt es „Change Fitness” — und laut Professorin Tsedal Neeley wird es 2026 zum entscheidenden Differentiator.

Was ist Change Fitness? Die Fähigkeit einer Organisation, kontinuierliche Veränderung zu verarbeiten. Nicht eine einmalige Transformation. Sondern die Kapazität, sich immer wieder anzupassen — auf individueller, Team- und Organisationsebene.

Warum das jetzt wichtig wird: KI ist nicht mehr das Experiment am Rand. Sie verändert, wie Informationen fliessen, wer Zugang zu was hat und welche Optionen überhaupt auf dem Bildschirm erscheinen. Wenn KI zur Plattform wird, setzt sie leise die Spielregeln — und jede Organisation, die nicht mitlernt, fällt zurück.

Unsere Culture-Compass-Daten zeigen genau, wo das klemmt.

43% der DACH-Unternehmen nennen hohes Mitarbeiter-Engagement als Top-Stärke. 43% nennen gleichzeitig langsame Entscheidungsprozesse als Top-Schwäche.

21% berichten beides gleichzeitig — der „Engaged but Stuck”-Paradox. In DACH ist er stärker ausgeprägt als in allen anderen Regionen (15% ausserhalb DACH).

Was beschreiben die Führungskräfte konkret? Immer wieder dieselben Muster:

Entscheidungswege mit zu vielen Touchpoints. Mehr Ebenen, mehr Stakeholder, unklare Kompetenzen. „Wer darf das eigentlich entscheiden?” wird zur Standard-Verzögerung.

Rückdelegation nach oben. Niemand will Verantwortung übernehmen, also geht alles zurück an die Geschäftsleitung — der klassische Top-down-Bottleneck.

Hohe Meeting-Dichte, niedrige Entscheidungsquote. Diskussionen wiederholen sich, weil Ergebnisse nicht dokumentiert oder nicht verbindlich sind.

Fehlervermeidung statt Lernzyklen. Erst absichern, dann handeln. Perfektion vor Geschwindigkeit. „Fertig denken” statt „testen und lernen.”

Und die Top-Blocker für Veränderung insgesamt? Nicht Budget. Nicht Technologie.

→ Hoher Arbeitsdruck / kurzfristiger Fokus: 38% → Bürokratie und langsame Entscheidungen: 35% → Widerstand gegen Veränderung: 30% → Mangel an klarer Kommunikation: 28% → Mangel an Ressourcen: 28%

Ressourcen stehen auf Platz 5. Die Top 4 sind strukturelle und kommunikative Probleme — Druck, Reibung, Trägheit, fehlende Klarheit.

Das heisst: Ein neues Tool löst das nicht. Noch ein Pilotprojekt löst das nicht. Was es löst, ist die Fähigkeit, vom Denken ins Handeln zu kommen — und das immer wieder.



Das Framework: In 4 Schritten zu Change Fitness

Wie baust du diese Fähigkeit auf? Nicht mit einem 18-Monats-Programm. Sondern mit einem Rhythmus, der schnell Ergebnisse liefert und sich selbst verstärkt.

Schritt 1: Strukturierte Divergenz — bevor der Raum sich trifft

Die meisten Workshops starten mit einem leeren Whiteboard und der Frage „Was denkt ihr?” Das führt zu den immer gleichen Antworten von den immer gleichen Stimmen — ein direktes Symptom der homogenen Denkkultur, die viele Führungsteams prägt.

Stattdessen: Nutze KI vor dem Workshop, um strategische Optionen aus verschiedenen Perspektiven zu generieren. Nicht als Ersatz für menschliches Denken — als Erweiterung. Das bricht das „Haben wir schon immer so gemacht”-Muster.

Warum das funktioniert: Forschung der ITONICS-Plattform zeigt, dass KI-generierte strategische Optionen von Experten nicht von menschlichen Ideen unterschieden werden konnten — bei gleicher Bewertung für Originalität und Machbarkeit. Die Kombination aus KI-Volumen und menschlichem Urteil schlägt beides einzeln.

Schritt 2: Live-Synthese — Entscheidungen in Echtzeit festhalten

Im Raum arbeitet das Team Szenarien, Trade-offs und Prioritäten durch. Aber — und das ist entscheidend — die Ergebnisse werden nicht auf Sticky Notes festgehalten, die nach dem Workshop verschwinden.

Wir nutzen Tools wie Atlassian Rovo, um Entscheidungen direkt in strukturiertem Format zu erfassen. Jede Entscheidung hat sofort einen Kontext, eine Begründung und einen Verantwortlichen.

Genau das adressiert zwei der häufigsten Symptome aus unseren Daten: Diskussionen, die sich wiederholen, weil nichts dokumentiert wird — und unklare Verantwortlichkeiten, die zu Rückdelegation führen. Wenn die Entscheidung im selben Moment einen Namen und eine Deadline bekommt, gibt es kein „Wer war nochmal zuständig?” mehr.

Schritt 3: KI-gestützte Backlog-Erstellung — am selben Tag

Noch am Workshop-Tag werden die Ergebnisse in umsetzbare Aufgaben übersetzt. Mit Verantwortlichen, Timelines und Abhängigkeiten. Was früher Wochen dauerte, passiert in Stunden.

Jacqueline Ng Lane von der Harvard Business School beschreibt den entscheidenden Shift: nicht Prozessoptimierung, sondern Prozess-Neugestaltung. KI nutzen, um grundlegend neu zu organisieren, wie Entscheidungen passieren.

Das ist der Moment, in dem Quick Wins aufhören, im Governance-Stau zu sterben. Weil sie nicht mehr denselben Freigabepfad gehen wie Grossprojekte — sie haben ihren eigenen, leichten Umsetzungsweg.

Schritt 4: Erster Sprint innerhalb von 48 Stunden

Der erste 2-Wochen-Sprint beginnt, bevor die Workshop-Erinnerung verblasst. Nicht in einem Monat. Nicht nach dem nächsten Steering Committee. Jetzt.

Warum das funktioniert: Change Fitness entsteht nicht durch Planung. Sie entsteht durch Wiederholung. Jeder Sprint ist ein Lernzyklus — testen und lernen statt fertig denken und absichern. Je schneller der erste Zyklus beginnt, desto schneller baut dein Team die Kapazität auf, Veränderung zu verarbeiten.


Der Praxis-Check

Was bei klassischer Beratung 3 Monate dauert, liefern wir als 1-Tages-Workshop + 2-Wochen-Sprint.

Nicht weil wir Schritte überspringen. Sondern weil KI die Reibung zwischen Denken und Handeln entfernt.

Die ITONICS-Forschung zu Open Strategy bestätigt das Prinzip: Barclays hat kürzlich 30.000 Mitarbeitende in einen dreitägigen Strategy Jam eingebunden. Das Ergebnis: 50 Millionen Pfund jährliche Einsparungen und eine um 18-24 Monate beschleunigte digitale Transformation.

Für KMU skalieren wir dieses Prinzip herunter — kompakter, schneller, sofort umsetzbar.

Denn das Problem bei den meisten Strategieprozessen ist nicht die Strategie. Es ist die Übersetzungsschicht — von der Erkenntnis zur Handlung. Und genau dort sitzt der grösste Hebel.


🎬 Video: Change-Fitness in 5 Minuten

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