Tool #9: Yoga

Wofür?

Yoga ist eine alte indische Bewegungsform, die die Eigenwahrnehmung schult, die körperliche und mentale Haltung stärkt, Konzentration und Flexibilität steigert, Stress und Schmerzen reduziert und sich durch eine ganzheitliche Wirkung positiv auf das gesamte Leben und die Gesundheit auch jenseits der Matte auswirken kann.

Beispiel

Da Yoga ganzheitlich wirkt, kann es in verschiedenen Situationen und Bereichen angewandt werden. Der gesundheitliche Aspekt steht für viele in der Yogapraxis im Vordergrund. Daher kann Yoga zum Beispiel gut im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements angeboten werden. Viele Unternehmen bieten mittlerweile ein- bis zweimal pro Woche kostenfreie Yogastunden vor oder nach der Arbeit an. Yoga kann als Präventionstool und feste Institution im Team genutzt werden, um das innere und äussere Wohlbefinden der Mitarbeiter:innen zu unterstützen und körperliche Bewegung fest in den Büroalltag zu integrieren. Auf lange Sicht berichten viele Führungskräfte von einer Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens der Mitarbeiter:innen, einem spürbar grösseren Zusammenhalt im Team, Stressreduktion, erhöhter Leistungsbereitschaft, verbesserter Kommunikation und einer angenehmeren Betriebsatmosphäre.

Worauf es ankommt

  • Bei Yoga ist es wichtig, auf sich und seinen Körper zu hören und seine Grenzen zu achten.
  • Sie stehen weder in Konkurrenz zu anderen noch zu sich selbst.
  • Die hier vorgestellten Übungen können Sie auch allein ausführen. Sie sollen ein erster Impuls sein und tun Ihrem Körper gut.
  • Yoga kann zu jeder Tageszeit praktiziert werden, am effizientesten ist es morgens vor dem Frühstück mit aktivierenden Übungen, in den Arbeitspause mit ein paar kleinen Übungen oder nach Feierabend mit beruhigenden Übungen.

Schritt für Schritt

Schritt 1

Ankommen: Bevor Sie in die Yogaübungen starten, empfehlen wir,

erst mal bei sich anzukommen. Dafür können Sie sich bequem hinsetzen (Stuhl, Kissen, Boden), die Augen schliessen und sich ganz auf Ihren Atem konzentrieren.

Spüren Sie, wie sich Ihre Bauchdecke und Ihr Brustkorb beim Einatmen heben und beim Ausatmen wieder senken. Sie können ein paarmal durch den Mund ausatmen und so Ihrem Körper signalisieren, dass Sie sich entspannen möchten. Lassen Sie Ihr Ausatmen länger werden als das Einatmen. Wenn Gedanken auftauchen, nehmen Sie diese kurz wahr und lassen Sie sie dann ziehen. Sie können so gerne ein paar Minuten sitzen bleiben, bis Sie merken, dass Sie nun im Hier und Jetzt angekommen sind.

Schritt 2

Aufwärmen: Unter »Aufwärmen« versteht man beim Yoga, alle Gelenke und Körperteile sanft zu strecken und zu kreisen, bevor man mit den eigentlichen Übungen beginnt. Kreisen Sie sanft Ihren Kopf, rollen Sie Ihre Schultern und Handgelenke, bewegen Sie in einer Wellenbewegung Ihre Wirbelsäule und schliesslich noch Ihre Beine und Füsse.

Schritt 3 Yogaübungen: Sie können nun die auf den Bildern dargestellten Yogaübungen beliebig oft ausführen.

Schritt 4

Abschluss: Setzen Sie sich für einen Moment auf Ihren Stuhl, Ihr Kissen

oder den Boden. Schliessen Sie Ihre Augen, achten Sie noch mal ganz bewusst auf Ihren Atem und auf Ihren Körper. Spüren Sie nach, wie sich Ihr Atem, Ihr Körper und Ihre Gedanken verändert haben, ohne dies zu bewerten.

Rahmenbedingungen

Dauer:     ca. 10 – 20 Minuten

Format:    selbst ausführen (siehe Übungen) oder mit einer/einem erfahrenen Yogalehrer:in

Teilnehmende:  individuell oder im Team

Weitere Informationen zum diesem und anderen Tools zur Bewältigung geschäftlicher Herausforderungen mit kommunikativen Mitteln finden Sie im Buch

«Kommunikation neu gedacht».

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