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AI & Innovation

KI in der Compliance: vom manuellen Engpass zum kontrollierten Workflow

Die AI Compliance Survey 2026 zeigt, wo wertvolle Fachzeit in Recherche, Dokumentensuche und Reporting gebunden wird. Das neue Whitepaper beschreibt, wie daraus begrenzte und überprüfbare KI-Workflows entstehen können.

23. August 2026

Titelseite des Whitepapers KI in der Compliance 2026

Compliance-Arbeit wird selten durch eine einzige grosse Entscheidung langsam. Zeit geht in vielen kleinen Schritten verloren: regulatorische Quellen prüfen, PDFs vergleichen, Änderungen zuordnen, Nachweise suchen, Tabellen aktualisieren und Berichte vorbereiten.

Genau dort kann KI nützlich werden. Nicht als automatische Rechtsinstanz, sondern als kontrollierte Arbeitsschicht zwischen freigegebenen Quellen und der verantwortlichen Fachperson.

Die gemeinsam von MMIND.ai und Bratschi erarbeitete AI Compliance Survey 2026 untersucht diese Ausgangslage in der Schweiz und Liechtenstein. Die Erhebung ist explorativ und nicht repräsentativ. Sie zeigt dennoch ein konsistentes Bild der praktischen Engpässe.

Was die Erhebung sichtbar macht

  • 81 Prozent verfolgen regulatorische Änderungen noch mit manueller Recherche.
  • Jede zweite befragte Organisation wendet mindestens 20 Stunden pro Woche für manuelle Compliance-Aufgaben auf.
  • 84 Prozent arbeiten mit unstrukturierten Dokumenten.
  • 91 Prozent wünschen sich Unterstützung beim Reporting.
  • 75 Prozent bevorzugen eine interne oder hybride Datenverarbeitung.

Diese Zahlen sind kein Marktmodell. Sie helfen jedoch, die richtige technische Frage zu stellen: Welche wiederkehrende Informationsarbeit kann ein System vorbereiten, ohne das fachliche Urteil zu übernehmen?

Vier sinnvolle erste Workflows

Vier Aufgabenfelder der AI Compliance Survey 2026

Regulatory monitoring: Ein System überwacht definierte Quellen, erkennt Änderungen und stellt sie dem bisherigen Stand gegenüber. Die Fachperson beurteilt Relevanz und Konsequenzen.

Reporting: Freigegebene Dokumente werden in ein vorgegebenes Berichtsformat überführt. Fehlende Belege und unsichere Aussagen bleiben sichtbar.

Evidence mapping: Anforderungen und vorhandene Nachweise werden einander zugeordnet. Das System markiert Lücken, statt sie durch plausible Formulierungen zu verdecken.

Wiederkehrende Dokumentenprozesse: In Legal, Treuhand oder Nachhaltigkeit können ordnerbasierte Abläufe Tabellen, Schreiben oder Prüfunterlagen vorbereiten. Die Freigabe bleibt bei der benannten Fachperson.

Governance ist Teil des Systems

Compliance-Unterlagen können Personaldaten, interne Untersuchungen, Mandantendaten oder privilegierte Rechtsinformationen enthalten. Ein nützlicher Workflow braucht deshalb mehr als ein leistungsfähiges Modell:

  • definierte und freigegebene Quellen
  • rollenbasierte Zugriffsrechte
  • nachvollziehbare Quellenangaben und Protokolle
  • sichtbare Unsicherheit und fehlende Nachweise
  • einen klaren Übergabepunkt an den Menschen
  • Messung von Fehlern, Nacharbeit, Kosten und eingesparter Review-Zeit

Die gewünschte interne oder hybride Datenhaltung ist dabei kein Nebenthema. Architektur, Anbieterwahl und Datenklassifikation müssen zum tatsächlichen Schutzbedarf passen.

Ein halber Tag kann für den ersten Test reichen

Ein guter Pilot beginnt nicht mit der Auswahl einer Plattform. Er beginnt mit einem Prozess:

  • wiederkehrende Aufgabe und erwartetes Ergebnis festlegen
  • Daten und Quellen klassifizieren
  • erlaubte KI-Schritte und menschliche Entscheidungspunkte markieren
  • mit einem begrenzten Dokumentensatz testen
  • Ergebnisqualität, Zeit, Fehler und Nacharbeit vergleichen

In einer halbtägigen Arbeitssitzung lässt sich daraus ein erster kontrollierter Ablauf entwickeln. Danach kann das Team auf Basis realer Ergebnisse entscheiden, ob der Workflow verworfen, verbessert oder produktiv weiterentwickelt wird.

Das Whitepaper enthält die vollständigen Ergebnisse, priorisierte Startprozesse, ein Prüfraster für Werkzeuge und die zentralen Governance-Fragen. Über die Anmeldung unterhalb des Beitrags wird der persönliche Download-Link nach dem Double-Opt-in per E-Mail zugestellt.

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